Über Austropop-Legende Rainhard Fendrich lässt sich vieles schreiben. 1955 in Wien geboren, verbrachte er seine prägenden Jugendjahre auf einem katholischen Internat. Während dieser Zeit lernte er Klavierspielen und brachte sich vor allem selbst das Gitarrenspielen bei. Der kommerzielle und kritische Durchbruch gelang dem Liedermacher 1988 mit seinem bis heute unvergessenen Partyhit „Macho Macho“, in dem er sich über das Machogehabe der Männer seiner Generation lustig macht. Heute ist Fendrich noch immer als Sänger aktiv und hat zuletzt im Januar 2025 mit „Wimpernschlag“ ein Nummer-1-Album in den österreichischen Charts platzieren können. Seine Karriere wird aber von Drogenskandalen und Familienstreitigkeiten überschattet. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über Rainhard Fendrichs Familie.
Herkunft
Fendrich stammt aus einem katholischen Elternhaus. Seine Mutter war Sudetendeutsche, seine Familie väterlicherseits stammte ursprünglich aus Serbien. Sechs Jahre nach Rainhard bringt die Mutter 1961 einen weiteren Sohn zur Welt. Rainhards Bruder Harald ist ebenfalls Musiker. In den 80er- und 90er-Jahren spielte er Bass in Rainhards Band, heute ist er Bassist der Austropop-Band Wir4. Das Verhältnis der beiden Brüder zueinander galt über viele Jahre als sehr gut, scheint sich aber seit dem Kokain-Skandal, in den beide 2006 verwickelt waren, etwas abgekühlt zu haben.
1984-2003: Ehe mit Andrea Sator
1984 heiratete Rainhard Fendrich seine Managerin Andrea Sator. Aus der Ehe gingen zwei Söhne (Lucas und Florian) hervor. Insbesondere Lucas Fendrich, der seit 2015 Sänger der Band „Hunger“ ist, macht den Familiennamen heute auch in einer neuen Generation bekannt. 1988 brachte Andrea Fendrich zudem eine kleine Tochter zur Welt, die aber im folgenden Jahr im Alter von gerade einmal 17 Monaten an einer Viruserkrankung starb. Diese Tragödie wird von Rainhard Fendrich als ein Grund dafür genannt, dass er im Laufe der folgenden Jahre immer häufiger Kokain einnahm.
Auch die Ehe entwickelte sich in den auf den Tod der Tochter folgenden Jahren schlecht und endete 2003 in einem medial laut ausgetragenen Rosenkrieg und der Scheidung. Andrea Fendrich arbeitet heute als Marketing-Expertin. Im Rückblick geben sowohl sie als auch Rainhard Fendrich sich reumütig: Die Streitigkeiten hätte man damals nicht so öffentlich ausleben sollen. Im Interview mit dem österreichischen Boulevardblatt „Kronen Zeitung“ zeigte Fendrich sich 2013 ausdrücklich dankbar dafür, dass seine Ex-Frau die beiden gemeinsamen Söhne zu „echten Herzensmenschen“ erzogen habe, er selbst habe zu wenig Zeit mit den beiden verbracht.
2010-2013: Ehe mit Ina Nadine Wagler
2010 heiratete Fendrich die 20 Jahre jüngere deutsche Musical-Darstellerin Ina Nadine Wagler. 2011, wenige Monate nach der Hochzeit, brachte Ina Nadine dann den gemeinsamen Sohn zur Welt. Doch auch diese Ehe stand unter keinem guten Stern. 2013 ließen Rainhard und Ina Nadine sich wieder scheiden. Anders als bei Fendrichs erster Scheidung gelang es den beiden diesmal aber, mögliche Streitereien weitgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Auch wenn verschiedene Boulevard-Medien mit Verve versuchten, die Trennung als bitteren Rosenkrieg zu inszenieren. Fendrich selbst erklärte im Interview mit der „Kronen Zeitung“, dass die beiden weiterhin ein gutes Verhältnis zueinander hätten. Nur die gegenseitige Liebe sei nicht mehr in ausreichendem Maße dagewesen.
2025: Wie steht es heute um Rainhard Fendrichs Familie?
2025 gelang es Rainhard Fendrich mit 70 Jahren noch einmal, den ersten Platz der österreichischen Albumcharts zu erklimmen. Auch in Deutschland erreichte „Wimpernschlag“ Platz zwei der Charts. Im Rahmen der Promotion-Tour für das Album machte Fendrich auch beim MDR Halt, wo er im Talkformat „MDR um 4“ Rede und Antwort stand. Privat, berichtete er dort, genieße er heute vor allem die „Ruhe mit meiner Frau“. Angesprochen darauf, wer die Glückliche sei, gab er sich dann aber zurückhaltend. Die Beziehung wollen die beiden aus der Öffentlichkeit heraushalten. Nach zwei öffentlich gescheiterten Ehen ist das vielleicht nicht die schlechteste Idee